Vor einiger Zeit gab es in FRA3 eine Mitarbeiterbefragung zu allen möglichen Themen. Bei der Auswertung konnte die Geschäftsleitung selber feststellen, wo bei den hoch respektierten Mitarbeitern der Schuh am meisten drückt. Unter anderem waren die Befragten gar nicht der Meinung, dass die Entllohnung bei Amazon „konkurrenzfähig“ sei. Auch bei Arbeitgeberleistungen und Arbeitsbedingungen gab es schlechtes Feedback seitens der Amazonies.

Prompt reagierte man mit der Gründung von Arbeitsgruppen zu den verschiedenen Themen. Alle FRA3ler waren aufgerufen an der Bildung dieser teilzunehmen, was von einigen sogar auch gemacht wurde.

Wir freuen uns darüber, dass Amazon die Probleme erkannt hat und finden es spitze, dass die Amazonies in einem fast schon basisdemokratischen Prozess an der Lösung der Probleme beteiligt werden.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Arbeitsgruppen kein Alibi sein sollen. Erste Formulierungen wie „naja, die schlechten Werte bezüglich der Entlohnung kommen daher, dass die Befragung vor der Lohnerhöhung stattgefunden hat“ trüben die Aussichten. Auch die ergebnislosen vergangenen Zusammenkünfte ähnlicher Art lassen nichts Gutes hoffen. Wir lassen uns aber gerne überraschen, liebe Geschäftsleitung.

Fakt ist, Entlohnung und Arbeitgeberleistungen liegen bei Amazon deutlich unter dem Tarifvertrag. D. h. Amazon zahlt weniger als z. B. Lidl oder Aldi, um mal ein paar prominente Beispiele aus der Region zu nennen.

Wir werden die Arbeitsgruppen im Auge behalten und sie anhand der konkreten Ergebnisse beurteilen. Unsere Messlatte ist dabei der Tarifvertrag!

Mit oder ohne Arbeitsgruppen, an unserem Kurs halten wir weiter fest und lassen da auch nicht mehr locker: Mehr Lohn, mehr Zuschläge, mehr Urlaub – Tarifvertrag her!

  • vor allen Dingen bleibt zu hoffen, dass Amazon dieses Mal die Sorgen und Nöte der Kollegen wirklich ernst nimmt und nicht wie bei den vorangegangenen Befragungen und den darauf folgenden Arbeitsgruppen ein einziges blabla daraus macht und die Arbeitssituation von mal zu mal noch verschlechtert wird. So etwas darf sich nicht mehr wiederholen, ansonsten kann man sich das Geld für zweifelhafte Mitarbeiterbefragungen auch sparen.
    Wer glaubt, dass sich aus den Arbeitsgruppen die Möglichkeit für einen Tarifvertrag ergibt, glaubt auch an den Weihnachtsmann ;-)
    Im Gegenteil, es wird mit allen Mitteln versucht werden die Kollegen davon abzubringen, sich zu organisieren. Auch dazu werden die Arbeitsgruppen dienen.
    Sprüche wie, die (ver.di) wollen doch nur euer Geld stammen u. a. von Hr. Bauer, wir können uns sicher erinnern.

    Kommentar von: Der Weihnachtsmann - 10.12.2011, 09:02
  • Bin eben zufaellig auf den Blog gekommen. Gefaellt mir bis jetzt gut.

    Kommentar von: Adrian - 22.12.2011, 19:55
  • Bei manchen Sorgen und Nöten, welche manche so artikulieren, kann man (ich jedenfalls) nur den Kopf schütteln ..

    Kommentar von: GeradeMalImViertenMonat - 07.01.2012, 17:31
  • Frage nicht was Amazon für dich tun kann, sondern was du für Amazon tun kannst!

    Kommentar von: GeradeMalImViertenMonat - 08.01.2012, 20:23
    • Wir sind hier nicht in Amerika.

      Ich wünsche die zuviel Arbeit und zu wenig Lohn. Wenn du einen Ehepartner, Kind oder Familie hast, hol dir doch das Geld was dir fehlt vom Sozialamt. Das bezahlen wir dann alle nicht Amazon: also in deinem Sinne.

      Kommentar von: ticktackpickpack - 06.04.2012, 17:35
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