Hauptpreis_AV

Am 31.12.2011 war für über 3000 Mitarbeiter in Hersfeld der letzte „Cut off“. Sie mussten Ihre Spinte räumen, nachdem Ihre Verträge teilweise nach über einem Jahr Beschäftigung nicht verlängert worden waren. Dabei ist es schon seit jeher Gang und Gäbe bei Amazon, dass die Mitarbeiter erst auf den letzten Drücker erfahren, ob sie im nächsten Jahr noch Beschäftigung haben oder nicht. Was bei den diesjährigen Entscheidungen für viele unverständlich blieb ist, dass manch einer schon nach 3 Monaten einen Festvertrag bekam, während andere, welche 6, 12 und mehr Monate bei Amazon beschäftigt waren ihren Hut nehmen mussten.

Trotz alledem sollen dieses Jahr in Hersfeld so viele entfristet worden sein wie nie zu vor. Gerüchte besagen es seien über 700! Momentan haben wir in FRA1 knapp 40% und in FRA3 55% befristet beschäftigt. Ob wir diesen Erfolg der geschäftsstrategischen Notwendigkeit, dem Wohlwollen der  Geschäftsleitung oder dem Druck von Gewerkschaft und Presse zu verdanken haben sei dahingestellt.

Jene welche in der Vertragstombola nicht das Glück hatten einen unbefristeten Vertrag zu bekommen sollten unbedingt Ihre Verträge von uns überprüfen lassen!

Bei etlichen Kollegen konnten Fehler seitens der Personalabteilung in den Verträgen festgestellt werden, die dazu führen, dass das befristete Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes übergehen muss.

WER ÜBER 2 JAHRE BEI AMAZON IST ODER SCHON MEHRERE ARBEITSVERTRÄGE MIT AMAZON HATTE, SOLLTE UNBEDINGT SEINEN VERTRAG VON UNS ÜBERPRÜFEN LASSEN!


Das gilt auch für Nichtmitglieder! Niemand wird erfahren, dass wir Eure Verträge prüfen. Erst wenn Ihr nach Ablauf Eurer Befristung keinen Festvertrag bekommt werden wir tätig . Leute, Ihr habt dabei nichts zu verlieren…

  • ja ihr leute, kann das nur bestätigen.
    kenne leute, die ihren lebensunterhalt, ja aufgrund einer massnahme vom amt bei amazin begonnen haben. sie haben gas gegeben, jeden neuen tag. feierabend, heim ab ins bett. egal ob frühdienst oder spätdienst.
    dann das unfassbare, mitarbeiter werden in unterschiedliche räume gebeten.
    im ersten gibts den erhoften festvertrag.
    im zweiten "nur" den befristeten vertrag bis ablauf märz 2012.
    im dritten, die die es nicht fassen können, die kündigung.
    weste aus, schuhe aus, patch weg und schnell raus, oder wir rufen die sicherheitsgruppe.

    toller umgang mit mitarbeitern, oder??

    oder soll das jeißen, wie durch manager ben oder lead gerd den mitarbeitern erklärt, gebt gas, die erfolgen von 2011 zählen nicht mehr.
    neues jahr, neues glück auf eine festanstellung!!

    lotto ist bestimmt genauso gut wie die lotterie bei amazon.

    wenn keine gewerkschaft, oder die politik eingreift, dann wird sich nichts ändern.

    danke fürs zuhören

    Kommentar von: unbekant - 20.01.2012, 15:17
  • Was mich an dieser Machart tierisch ankotzt ist, dass es keine Manager gibt, die sich auch mal vor ihr Team stellen und den OPS ganz klar sagen, dass man mit den untergeordneten Mitarbeitern so nicht umgehen kann, weil die schon genug leiden und trotzdem Arbeit bringen bis zum Umfallen. Es muss doch auch jemanden in der Ebene geben, der damit nicht klar kommt. Wie können die noch in den Spiegel sehen? Verlogenes Pack!

    Kommentar von: Der Osterhase - 20.01.2012, 18:56
  • naja, wo soll man denn da anfangen, ihr lieben leute?
    der manager kuscht ja auch nur vor der nächst-höheren ebene, usw...usw...

    und unterm strich zählt immer nur der PROFIT !!!
    (und der sinkt durch festverträge=höhere lohngruppe)

    also lieber jedes jahr immer wieder neue, frische und UNVERBRAUCHTE (weil unwissende!!!) gesichter beim "casting-spiel" und der spass geht wieder von vorn los.

    (ist wie beim "dinner for one", same procedure as every year)

    Kommentar von: schawid_jielmaas ;-) - 22.01.2012, 01:03
    • Ich finde es ziemlich besch....., dass ich Dir da Recht geben muss.
      Aber trotzdem frage ich mich, wo Amazon immer wieder diese charakterlosen Führungskräfte ohne jedes Gefühl für soziale Verantwortung findet? Gibt es da vielleicht eine Plattform für, vielleicht charakterlos-und-unterjochend.com, nein-zu-sozialer-verantwortung.de, empathie-krueppel.net..... Es muss doch eine ekelhaft riechende Quelle für diese Leute geben, die in leichtfertigster Weise über die Zukunft anderer entscheiden.

      Kommentar von: Der Osterhase - 22.01.2012, 13:22
  • Na das ist einfach, man muss sich nur die Leute frisch von der Uni holen. Die haben keine Führungerfahrung sind billig und machen alles was man will...

    Kommentar von: Comicfigur - 22.01.2012, 14:09
  • Hallo,

    ich bin auch eine Weihnachtskraft, die es zu einem befristeten Vertrag bis 30.04. geschafft hat. Mir macht meine Arbeit im Großen und Ganzen Spaß. Sicherlich gibt es Tage, die einfach nur nerven, aber im Gesamtbild gehe ich gerne zur Arbeit.
    Nun bin ich leider seit 2 Tagen krank... Ich habe große Angst, dass das irgendwelche Auswirkungen für mich hat. Mit meiner Arbeit liege ich - bis auf einen kleinen Teilbereich - immer über dem Durchschnitt der Abteilung. Nun rede ich mir natürlich ein, dass ich meine Arbeit sonst immer zur vollen zufriedenheit erfülle und ich nun mal krank bin. Ich bin kein notorischer Krankschreiber, um diese Jahreszeit habe ich immer mit eitriger Angina zu kämpfen... Wäre da eben nicht diese verdammte Befristung...

    Wie die Leads und Manager (oder wer auch immer) entscheidet, wer genommen wird und wer nicht, ist für mich ein großes Fragezeichen. Bei mir selbst habe ich nicht wirklich gezweifelt, dass es weiter geht, aber was man so von den ganzen anderen hört, die es nicht geschafft haben...
    Einem wurde gesagt, er wurde nicht übernommen, da er die 100% Soll nicht erreicht hatte - er schaffte 92%. Ok, ist noch irgendwo nachvollziehbar. Wenn man dann aber von einer, die übernommen wurde, hört, sie habe nur 60% geschafft (die typische Schnattertante, die 10min nach Arbeitsbeginn erstmal schwatzen geht und bis zur Frühstückspause nicht mehr auffindbar ist), der Manager ihr aber eine Chance geben will, da sie "menschlich ja ok ist" (auch deutsch: sie ist den Leads (oder einem Teil davon) bis zum Anschlag in den Allerwertesten gekrochen!), da würde ich am liebsten mit dem Kopf auf den Tisch aufschlagen...

    Kommentar von: Leeroy - 23.01.2012, 08:40
  • Vielleicht fragen sich auch mal die Mitarbeiter was sie so in den Monaten gemacht haben! Wie oft sie bei quatschen erwischt würden, was für Performens sie gebracht haben und wie sozialkompetent sie den so waren.
    Meiner Meinung, zumindest in meiner Abteilung war gerechtfertigt und das meine nicht bloß ich.

    Kommentar von: Weihnachtsmann - 23.01.2012, 10:58
  • @ Comicfigur
    absolut richtig, die Manager (Abteilungsleiter reicht eigentlich als Titel) sind definitiv zu jung oder aber die OPs-Manager leiten sie nicht ausreichend sondern "benutzen" nur ihre Unerfahrenheit bzw. wollen sich damit nicht auseinandersetzen, denn am Ende des Tages zählt nur der Report an den Nächsthöheren. Amazon hat tatsächlich noch viel Potential! Man muss eben auch „den anderen“ zuhören können...

    @ Leeroy
    wenn du nach eigener Aussage über dem Abteilungsschnitt liegst, solltest du mal die Leads fragen, WIE der Abteilungsschnitt OHNE deine Perfromance ist und dann vergleichen, denn deine guten Zahlen und Bemühungen ziehen ja den sogenannten Schnitt nach oben.
    Somit stehst du eigentlich noch besser da wie man dir verklickert.
    Genauso sieht das im Umkehrschluss mit den Leuten aus, die nur 60% machen (wollen/können?!). Die würden noch wesentlich schlechter dastehen, wenn man sie aus der Gesamtrechnung beim direkten Vergleich rausnehmen würde ;-)

    Gerecht wird es aber tatsächlich erst dann, wenn man die Kollegen, die mit Nullbockphasen einfach nicht wollen von denen, die einfach nicht besser können, unterscheiden würde! Hier muss man "WEIHNACHTSMANN" dann ebenfalls Recht geben.

    @schawid_jielmaas
    ich glaube du machst es dir etwas zu einfach, denn am Ende muss die Persoabteilung jedes Jahr einen enormen Aufwand betreiben, um neue Leute zu finden. So einfach bekommst du auch wieder nicht neue Mitarbeiter an Land gezogen, denn nicht umsonst bezahlt Amazon sogar die kompletten Unterkünfte unserer schwedischen Kollegen, siehe Seepark! Das sollen sie auch gerne bekommen, Nichtgönner gibt es genug auf der Welt. Die entscheidende Frage ist, wie hier schon angemerkt wurde…
    …WER beurteilt hier WEN und WIE, und kann ER es überhaupt....wenn die eigene Kompetenz völlig überbewertet wird.
    Hauptsache man kann sich als „Manager“ prima verkaufen, der Rest kommt von allein. brrrrrr Die bescheidenen Manager sind die, die oft einen tollen Job machen ohne sich ständig an anderer Stellen teuer verkaufen zu müssen!

    Kommentar von: Arbeiter - 24.01.2012, 18:46
  • wie ich sehe, hat sich nichts geändert. ich habe mehrere Q4 mit all diesen fragwürdigen Entscheidungen erlebt.....und zwar direkt. Wie sollen denn 23-27jährige Areas mit 0 Berufserfahrung über 100 Leute sozial und menschlich führen können. Die kommen teilweise mit sich selbst nicht klar. Bei der Auswahl der Verlängerungen kommen dann Aussagen des Areas wie : Leistung nicht so gut, aber geil anzuschauen. Leads , die sich nur als Mittel benutzen lassen, um den Scheiß dann umzusetzen, gibt es ja inzwischen leider auch genug. Und OPse, Senior OPse etc sind ja nicht wirklich gute Führungsvorbilder, wenn ich da so an meinen Namensverwandten denke, woanders wird sowas nicht mal Zoowärter. Das FC in Leipzig ist ein Klasse Beispiel, da machen Leute ohne Rückgrat Karriere, Areas gründen Familien mit Personalern und werden prompt befördert und der kleine Mitarbeiter bekommt am Jahresende gesagt, wie geil der Umsatz, Gewinn und Versandmenge war und bekommt zum Lohn und Dank nen Schirm, ne Tasse, n Shirt und zu 65 % noch nen Tritt.
    Dafür buckeln dann dort Festangestellte lange genug für 8,32€....oh,stimmt ja, jetzt gabs ja ne Erhöhung. Lächerlich.
    Ich danke jedem Tag, der vergeht, seit ich dort weg bin. Es geht nämlich auch anders. Trotz amerikanischem Unternehmen gibt es Firmen, die zahlen sogar Leiharbeitern auf den Tariflohn von 7,01 je h noch 2 Euro drauf. Dazu Prämien, Schichtzuschläge, 13tes Monatsgehalt. Ich drücke all den teilweise wirklich guten, freundlichen und vor allem fleissigen Mitarbeitern von Amazon, egal in welchen Standort die Daumen, dass sich endlich was ändert, das für oft Klasse Arbeit auch der verdiente Lohn gezahlt wird.

    Kommentar von: tommy buschkick - 25.01.2012, 14:51
  • danke tommy, du sprichst mir aus dem herzen, ich habe von letztem november bis dezember bei amazon leipzig gearbeitet und noch nie im leben zuvor so viele sozial geforderte vorgesetzte erlebt, um nicht zu sagen total unfähige, die saisonkräfte werden gelockt mit unhaltbaren versprechungen und auch noch das letzte an kraft aus ihnen herausgekitzelt, urlaubsperre im dezember aber die festen(das meine ich nicht als beleidigung) nehmen fröhlich ihre freien tage, am ende 13 tage durcharbeiten(mit einem schichtwechsel) und davor auch nur einen tag frei, usw usw dank des betriebsrats wusste ich wenigstens wie ich mich bei einem schichtabbruch zu verhalten habe(das war auch das einzige mal das ich meinen area in freier wildbahn gesehen habe), und ich frage mich noch heute warum alle wiederstandslos nach hause gingen wenn es zu einem abbruch kam(denn wenn sich alle weigern gebe es keine minusstunden!), um im dezember überstunden machen zu können/müssen? und was wenn man krank wird? schlechtes gewissen oder einfach weiterarbeiten und die kollegen anstecken? ich bin froh das ich da raus bin, ich sehe es als eine erfahrung die es mir erlaubt meine kritik an der unternehmenskultur von amazon zu formulieren. aber das ist auch alles.

    Kommentar von: BlutImSchuh - 27.01.2012, 00:34
  • @ Weihnachtsmann

    Ich richte mich jetzt mal Hauptsächlich an Dich, weil Deine gemachten Angaben für eine Übernahme eigentlich in jedem "normalen" Unternehmen gerechtfertigt sind ... aber ..... !!!!

    Eines vorweg ... ich brauche keine Angst mehr zu haben, das schonmal vorweg. Bei uns im FRA3 in der Abteilung C-Return sieht es folgendermaßen aus:

    Hier haben leute einen Festvertrag bekommen, die grad mal 6 Wochen bei Amazon beschäftigt waren. In so einer kurzen Zeitspanne kann man normalerweise keine treffenden Aussagen über einen Arbeitnehmer machen. Andere wurden mit 3 Monaten fest eingestellt ... gut da kann man sich schonmal teilweise ein Bild machen ... jedoch ist einer dabei, der einfach eine miserable Performance an den Tag gelegt hat, und zudem nur am labern mit anderen Angestellten war. Dann gab es wieder leute, die ein Jahr nicht einen Tag Krank waren, jeden Tag Stückzahlen weit über dem durchschnitt, mit Fehlerzahlen weit unter dem Durchschnitt, und einfach stets qualitativ wie quantitativ ihr bestes gegeben haben, und sie konnten trotzdem gehen ...

    Meiner Meinung nach gibt es absolut KEINE Kriterien wonach Amazon die Arbeitnehmer wirklich beurteilt, bzw. danach entscheidet, sondern es wird viel mehr einfach ausgewürfelt wer bleibt und wer nicht.

    Es gibt einfach kein noch so kleines zu erkennendes Muster, wonach entschieden wird. Ich denke mal, ich kann da meinen Senf dazu geben, da ich selber sehr lange als Produktionsleiter gearbeitet habe, und in dem Bereich auch einiges an Erfahrung sammeln konnte.

    Desweiteren möchte ich die Area Manager etwas in Schutz nehmen, weil diese Personen stehen meiner Meinung nach unter dem größten Druck. Die Bezahlung ist echt mies für das was geleistet werden muss, und deinen Job als Manager bist du schneller los, als du gucken kannst. Und nein, ich bin auch kein Manager, sondern ein ganz normaler kleiner "Neger" (Entschuldige aber irgendwie passt das :D) Amazons.

    Ich verstehe einfach nicht, warum hauptsächlich Arbeitnehmer die wirklich ihr bestes geben, und wirklich Leistung bringen gehen dürfen (in der Hoffnung sie kommen ja wieder) und teilweise wirkliche deppen, die sonst keiner gebrauchen kann einen Festvertrag bekommen .... das ist mir einfach zu hoch. Vor allem weil ich eigentlich auch keinen Sinn und Zweck für Amazon selber in der Geschichte sehe.

    So das wars dann erstmal. So long

    "Work hard. Have fun. Going crazy by Amazon"

    Kommentar von: OhneVerständnis - 27.01.2012, 14:09
    • Vielleicht ist der Sinn und Zweck einfach nur die anderen MA noch mehr unter Druck zu setzen.

      Obwohl ich fairerweise zugeben muss, dass bei den Januar-Feedbacks bei C-Returns spät schon einigermaßen vernünftig zuging. Sicher haben auch Leute Festverträge bekommen die qualitativ und quantitativ schlechte Performance gezeigt haben, aber das konnten sie sicher durch andere Fähigkeiten (Überstunden, schleimen) wieder ausgleichen.

      Wie es in den anderen Schichten war kann ich nicht beurteilen. Bei uns wurden die Gespräche diesmal auch im Returns-Bereich geführt und die MA nicht dieser unwürdigen Behandlung wie im Dezember unterzogen. Das sollte man dem Area-M. auch mal anrechnen.

      Kommentar von: Goldfish - 29.01.2012, 13:09
  • Gut, ich kann jetzt nur von "meiner" Abteilung sprechen, C-Returner leben scheinbar sowieso in einer "anderen" bzw. in ihrer eigenen Welt. Klar waren Leute die schon über ein Jahr "dabei" waren, sie waren sich teilweise wohl zu sicher einen Festvertrag zu bekommen.
    Grundsätzlich hätte ich es befürwortet, dass die ganzfrischen erstmal per Befristung verlängert worden wären, aber da wurde wohl auch auf Druck von Ver.di pauschal mit der Giesskanne die Festverträge verteilt.

    Kommentar von: Weihnachtsmann - 27.01.2012, 17:38
    • "Grundsätzlich hätte ich es befürwortet, dass die ganzfrischen erstmal per Befristung verlängert worden wären, aber da wurde wohl auch auf Druck von Ver.di pauschal mit der Giesskanne die Festverträge verteilt."
      @Weihnachtsmann, warum verbreitest Du diese Märchen? Muss doch enen Grund haben, oder?

      Kommentar von: Batmann - 27.01.2012, 18:34
  • @ Batman

    ich würde es nicht als Märchen bezeichnen, es wurden wirklich Leute mit unbefristeten Verträgen belohnt die nicht gerade darum gebettelt haben um es höflich zu sagen, es ist schon zu vermuten, dass Amazon sich dachte, wenn wir ein paar Verträge an Leute mit kurzer Unternehmenszugehörigkeit verteilen, dann kann unser Pressesprecher etwas positives verkünden, dass sich gegen die schlechte Presse der letzten Monate richtet. Zumindest ist das meine Vermutung...

    Kommentar von: Comicfigur - 27.01.2012, 19:18
    • @ Comicfigur, ich meine konkret die Aussage, weil ver.di Druck gemacht hat, wurde pauschal mit der Giesskanne Festverträge verteilt. Das klingt so, als wäre ver.di für die merkwürdigen Personalentscheidungen nun auch noch verantwortlich. Immerhin hätte man auch nachvollziehbare Auswahlkriterien für die Vergabe von Arbeitsverträgen nutzen können. Soweit mir bekannt ist, hätte das auch ver.di begrüßt.

      Kommentar von: Batmann - 27.01.2012, 19:37
  • Nein, ich glaube nicht das nur ver.di daran Schuld ist, ver.di ist Amazon egal, die stellen solange befristete ein bis die 50% +1 unerreichbar sind, die negative Presse war schlimmer denn die könnte Kunden verscheuchen.

    Kommentar von: Comicfigur - 27.01.2012, 23:43
  • Sagt mal, habt Ihr sie noch alle an der Latte?
    Ist es schon soweit, das sich Kollegen GEGENSEITIG das Leben a'la George Orwell schwermachen?
    Einige sind weissgott schon so kollegial verroht, das man gar nicht mehr merkt, wie kaputt das Denken von Amazon schon beeinflusst wurde!
    Lasst klopper vom Stapel, das es schon körperlich wehtut.
    - Der hat geschwatzt
    - Der hat miese Performance
    - Der hat schlechter gearbeitet
    - Der war früher in der Pause

    Merkt Ihr Knallköpfe eigentlich nicht, das genau DAS das Ziel der Unternehmensführung ist?
    Sich gegenseitig bespitzeln, kontrollieren und schuldige suchen.
    Welche Auswahlkriterien Amazon nun hat, wird man seitens der Unternehmensführung niemals erfahren.
    Doch anscheinend, ist eben dieses Auswahlverfahren äusserst erfolgreich - Ihr Blindgänger macht euch gegenseitig richtig prima fertig, die Geschäftsleitung darf sich die Hände reiben..... Mission Accomplished, Solang die mit sich beschäftigt sind, denken die zumindest nicht über Gewerkschaft nach.

    Schönes Wochenende.

    Kommentar von: Alfred Tetzlaff - 28.01.2012, 01:14
  • @Alfred Tetzlaff, ich hätte es vielleicht nicht so krass ausgedrückt, stimme aber ansonsten komplett zu.
    @Comicfigur, mehrere Falschinformationen liegen Dir offensichtlich vor. Die Aussage von ver.di 50%+1% wurde inzwischen so oft relativiert, dass es eigentlich jeder hätte mitbekommen müssen.
    Amazon ist ver.di auf keinen Fall egal, ansonsten würde man sich wohl kaum derart intensiv um uns kümmern.
    Der Öffentlichkeisdruck hat bisher nicht dazu geführt Kunden zu verscheuchen, ansonsten wäre es wohl kaum denkbar, dass viele Millionen investiert werden um neue FC's aufzubauen.
    Im Gegenteil der Öffentlichkeitsdruck, hervorgerufen durch ver.di, hat dazu geführt, dass viele Kollegen unbefristet übernommen wurden (die Auswahlkriterien mal beiseite). Was ist mit den Lohnerhöhungen? Ohne ver.di hätte es bis heute keine gegeben, ist uns doch noch in 2010 von einem Herrn Bauer erklärt worden. Das alles kann man doch nicht übersehen oder einfach ausblenden, oder hat Alfred Tetzlaff wirklich komplett Recht?

    schönes Wochenende

    Kommentar von: Batmann - 28.01.2012, 05:37
  • @Batman, die Comicfigur hat es genau anders herum geschrieben. Ver.di ist Amazon egal, solange diese ihre Mitgliederzahlen erhöhen können.
    @Alfred, du hast zwar im Stile es Alfred Tezlaff geschrieben, aber dein Ton ist unter aller Sau und somit wirst du niemanden erreichen.
    Ich bin ja immer noch der Ansicht, dass dieser "Führungsstil ala Amazon" nicht Methode ist, sondern mangels Führungserfahrung planlos zugelassen wird.
    Das Schlimme ist, dass wenn man Fehler macht und davon weis, diese nicht trotz besseren Wissens, korregiert werden sondern solange weiter geduldet werden bis alle nur Kopfschüttelnd durchs FC laufen.
    Im Prinzip muss man sagen, endweder hat man Führungsqulitäten oder eben nicht, das hängt nicht unbedingt vom Alter ab. Es gbt Menschen die haben die schon immer und Menschen die haben sie nicht. Ein Teil davon lernt sie über Jahre, weil sie es wollen und der andere Teil lernt es eben nie.
    Und bei Amazon kann man sie nun mal nicht lernen, weil kaum einer da ist der es jemanden vermitteln kann, daher muss Amazon Führungskräfte einstellen die es schon gelernt haben oder sie von vorn herein haben, dass ist aber bei dem Gehalt für Areas aber nur bedient bis unmöglich möglich und so kommt dieser Amazonführungsstil zu stande. Obwohl man auch dazu sagen muss, dass es der Area´n von vielen Mitarbeitern auch nicht gerade einfach gemacht wird, denn auch Mitarbeiter müssen lernen, dass es genau so aus dem Walde herausschallt wie man reinruft.

    Kommentar von: Weihnachtsmann - 28.01.2012, 13:32
    • @Weihnachtsmann,
      weder ist ver.di amazon egal, noch umgekehrt. Wie sonst will man die besagten Lohnerhöhungen (in Leipzig sogar gleich zwei hintereinander) oder die große Anzahl an Entfristungen an vielen Standorten erklären. Weshalb werden immer wieder Leute aktiviert, die den Kollegen den Sinn von Mitgliedsschaft bei ver.di ausreden wollen? Weshalb hat Amazon versucht Heiner und Julian im letzten Jahr für mindestens ein halbes Jahr von den Kollegen fernzuhalten?
      Da gibt es noch viel mehr, ich empfehle immer schön mitlesen, dann wird vieles sehr viel klarer (ist nicht bös gemeint).
      Ansonsten gebe ich Dir in Bezug auf Umgangston durchaus Recht. Wir wissen allerdings auch, dass es selbst bei uns vereinzelte Abteilungen gibt, in denen Führungskräfte agieren, die auch führen können. Das spiegelt sich dann natürlich im Abteilungsklima wieder. So soll es ja auch sein. Es gilt nähmlich auch, dass der Fisch immer zuerst am Kopf stinkt.
      Unerfahrene und überforderte Bachelorabsolventen werden nun mal von Amazon eingestellt und ohne Vorwarnung auf die Leute losgelassen. Das geht selten gut und niemand (auch die Areamanager nicht) ist dabei zu beneiden.

      Kommentar von: Batmann - 28.01.2012, 17:25
  • Bei uns in Rheinberg gab es in der Woche nach Weihnachten die große Lotterie: Hauptgewinn "unbefristet", zweite Gewinnkategorie "Verlängerung bis Ende 2012", Trotspreis "Verlängerung bis Ende Januar", Niete "Entlassung". Die Kriterien für die Auswahl waren vielfach nicht nachvollziehbar. Ein Lead aus einer anderen Abteilung erzählte mir sogar mit Kopschütteln, sein "bester Mann" sei entlassen worden, während jemand, der mehrere Wochen krank gefeiert hat, übernommen wurde. Die Krönung war, daß der Typ aus der Personalabteilng uns erzählte, die Auswahl sei nach unserer Bewertung durch unsere Manager erfolgt - am nächsten Tag erzählt uns ein sichtlich angepißter Lead beim Startmeeting, die Personalabteilung habe "gelogen". Man habe uns vielmehr ALLE mit "gut" bewertet, aber niemanden "sehr gut", da wir als Neulinge alle noch Fehler gemacht haben - leider habe die Personalabteilung ihnen daraus einen Strick gedreht und unseren Vorgesetzten dann den schwarzen Peter zugeschoben.

    Direkt nach Neujahr erwartete uns dann die nächste Überraschung: Pflichtüberstunden aufgrund der hohen Auftragslage. In der Personalabteilung hat man sofort reagiert und umgehend die erst eine Woche zuvor entlassenen Leute angerufen, ob sie nicht doch gerne wieder... Einige sind dann tatsächlich wieder gekommen. Sogar einige der ehemaligen Zeitarbeiter, die schon vor Weihnachten abrupt nach Hause geschickt wurden, hat Amazon diesmal direkt angeheuert.

    Gestern gab es dann die nächste Runde Feedback-Gespräche. Diesmal gab es nur die Kategorien "Verlängerung bis Ende 2012" oder "Sachen packen und weg". Unterm Strich muß ich sagen, daß die Auswahl diesmal deutlich nachvollziehbarer war - gegangen sind viele wirkliche Querulanten, Arbeitsverweigerer und sonstige Chaoten. Daß es auch den einen oder anderen erwischt hat, der es in meinen Augen nicht verdient hat (sogar Co-Worker waren darunter!), will ich nicht abstreiten, aber zumindest im Großen und Ganzen hat man den Eindruck, daß die Leads und Manager diesmal deutlich mehr Gedanken in eine faire Bewertung investiert haben als vor einem Monat. Sogar Leute, die zum Jahrswechsel bereits kurzfristig arbeitslos waren, sind jetzt erst mal bis Jahresende dabei. Insofern trauere ich natürlich um einige derjenigen, die nicht mehr dabei sind, freue mich aber insgesamt doch, daß bei dieser Runde deutlich mehr geblieben sind und eine bessere Perspektive bekommen haben als nach Weihnachten.

    Daß die Personalabteilung auf der Version beharrt, eigentlich hätten sie uns nicht mal die Verlängerung für Januar geben dürfen, da in Halle D derzeit umgebaut wird (dort entsteht in den nächsten Monaten ein Pick-Tower) und sich die Geschäftsführung dafür eingesetzt hat, mehr Volumen zu schaffen, damit mehr von uns bleiben können, kann man auf verschiedene Weise deuten - mich persönlich amüsiert vor allem der Subtext, daß die Geschäftsleitung einer überaus entlassungsfreudigen Personalabteilung gehörig auf die Finger geklopft hat.

    Für mich stellt sich immer wieder die Frage, ob Amazon in erster Linie böse oder dumm ist. Ich plädiere im Zweifelsfall für Hanlon’s Razor.

    Kommentar von: Ruhrpott - 28.01.2012, 19:57
  • @ ALL
    mal ganz davon zu Schweigen, dass bei kompetenten AREA-Managern die Mitarbeiter zufriedener werden (in den meisten Fällen)- man kann sich auch dann viele Projekte und die teilweise unverständliche KAIZEN-Philosophie ersparen im Sinne von, 10 Leute machen 1 Woche lang spezifische Tests und schauen nach, ob man was verbessern kann, und anschließend lösen sich die zu Beginn gefeierten und umgesetzten Dinge nach einigen Wochen in Luft auf!
    Gutes Führungsmanagement führt zwangsläufig zu positiver Motivation, kompetenten Entscheidungen und schlußendlich zu den gewünschten Produktivitätssteigerungen und Prozessoptimierungen, OHNE Zwangsmaßnahmen und OHNE Kurzschlussreaktionen (Einstellungsphillosophie) auf den Rücken der Mitarbeiter!
    Wie gesagt, Potential ist genug da!

    Kommentar von: Arbeiter - 29.01.2012, 10:59
  • ob festvertrag oder nicht das wird doch sowieso gewürfelt :-D

    Letztens hat einer einen Festvertrag bekommen der 6 Wochen dabei war und ein anderer hat die hälfte der Nachtschicht geschlafen, und ich meine er ist wirklich eingeschlafen ....einfach nur lächerlich.

    Ich war noch nie krank, habe immer meine Zahlen gemacht bzw mehr als notwendig und die Arbeit macht mir Spaß. Ich hoffe das wird ende märz auch akzeptiert und belohnt. Ansonsten frag ich mir ob man hier nur ein festvertrag bekommt wenn man öfters krank macht und seine Zahlen nicht schafft- falls ja dann sollen die das bitte sagen dann bleib ich ab und zu mal daheim wenn es die einzige möglichkeit gibt dort einen festvertrag zu bekommen...

    Kommentar von: Arbeiter14 - 29.02.2012, 12:32
  • es ist schön das in den anderen lägern was passiert, leider sind wir in werne noch weit davon entfernt. kein betriebsrat, keine vertrauensleute das Mitarbeiterforum ist ein witz.....!!!!

    Kommentar von: Malocher 12 - 10.05.2012, 12:21
  • Was ist los mit Verdi, seit Wochen keine Updates, keine News hier auf der Site? Schade, hat gut angefangen!

    Kommentar von: Mitarbeiter Nr."x" - 28.05.2012, 17:15
  • Moin-Moin,
    anscheinend hat sich wohl seit Mai alles zum Guten gewendet ? ;)
    Seit dem liegen hier keine neuen Einträge vor.

    Ich hoffe (wirklich) darauf eine Zusage in der nächsten Zeit zu erhalten und mir selber ein Bild machen zu können.

    In meinem Berufsleben ist mir ja schon eine Menge (unbegründeter) Kritik zu Ohren gekommen. Ich bin gespannt ob dies denn nun Tatsachen entspricht oder die Leute einfach frustriert sind.

    - Prospect-AM

    Kommentar von: B3G!NNER - 21.01.2013, 17:24
  • Wirklich überraschend bei einem Thread, der über ein Jahr alt ist.
    - Prospect-Bundespräsident

    Kommentar von: Urpf - 21.01.2013, 21:20
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